„Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm, es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um…“
Liebe Stadtbergerinnen und Stadtberger,
… erinnern Sie sich noch an Ihre Kinderzeit? An dieses bekannte Rätsellied für Kinder. – Nun ist es wieder so weit. Hagebutten, Kastanien und Schlehen sind die wilden Früchte, die zurzeit im Herbst geerntet werden können. Vielleicht haben Sie auch schon Vogelbeeren (Ebereschen), Aronia, Mispeln oder Kornelkirsche gesammelt und verarbeitet. Meist aber wandern Apfel und Birne in den hauseigenen Erntekorb, manchmal auch noch Quitte – ein unterschätztes einheimisches Superfood, wie ich neulich lernen durfte. So soll das Lutschen von Quittenkernen bei Halsweh helfen. Nur sollten die Kerne danach entsorgt und nicht geschluckt werden. Auf jeden Fall können wir auch dieses Jahr nach einem heißen und trockenen Sommer nicht über die Ernte klagen.
Erntedank zählt wohl zu den ältesten Feiertagen der Weltgeschichte. Hing doch oft die Existenz der Menschen am Ertrag ihrer Felder. Während traditionsgemäß Tomate, Gurke, Möhre, Bohne und Zucchini in deutschen Gärten angebaut werden, sieht man zunehmend auch andere Früchte wachsen, die bisher weniger bekannt waren. Geschickten Gärtnern gelingt beispielsweise auch der Melonenanbau, Paprika, Auberginen und Spargel werden kultiviert und auch Chayoten. Auf dem Bild halte ich diese kürbisähnlichen, grünen Früchte in der Hand. Ihr festes Fruchtfleisch schmeckt ähnlich wie Zucchini oder Gurke mit einem Einschlag von Kohlrabi und einer leicht süßlichen Note. Man kann diese roh als Salat essen, anbraten oder zu Aufläufen verarbeiten. Vielleicht wäre das auch etwas für Sie? Die Chayotepflanze kommt mit wenig Wasser und Dünger aus, sodass sie für die zunehmend wärmeren und trockenen Sommer geeignet ist und trägt bis zu 250 Früchte, wenn man diese an Pergola oder Hauswand sich ausdehnen lässt.
Ihr Bürgermeister
Paulus Metz