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Ein photographisches Bild von der Fahnenweihe des Turnvereins Inningen aus dem Jahre 1908 präsentierte 1. Vorsitzender Jörg Weißenhorn den Mitgliedern des heutigen TSV Inningen bei dessen Jahreshauptversammlung in der Sporthalle des Stadtteils.

Er habe es beim Besuch bei einer Familie bekommen, erklärte Weißenhorn, wo es im Keller gelegen habe. Es sei das älteste Bilddokument des Vereins und es werde einen würdigen Platz im Vereinszimmer erhalten. Das gebührt ihm meines Erachtens auf jeden Fall, vor allem als Relikt aus grauer Vorzeit, angesichts der heutigen Bilderflut, der wir alle inzwischen ausgesetzt sind.

Es lässt vielleicht manchen auch bewusst werden, dass es historische Fotos in Zukunft praktisch nicht mehr geben wird und wir damit auch viel verlieren werden. Beim Geburtstag einer Hundertjährigen erlebte ich, dass die Jubilarin stolz ihr Familienalbum herumreichte – wenn die heutigen Digitalnutzer alt sein werden, was hätten sie da noch an Erinnerungsbildern? Medien, die nicht mehr lesbar wären, weil sie nun mal flüchtig sind, auch weil es keine passende Software oder Abspielgeräte gibt oder der Cloud-Betreiber aufgegeben hat?

Doch es gibt noch Erinnerungen: Fotoalben und Gedrucktes wie Zeitungen und unsere Monatsmagazine, sofern man sie aufbewahrt hat!

Wenn Sie das tun, würde es uns freuen!

Gunnar Olms, Herausgeber von Südanzeiger, Stadtberger Bote und Pferseer