Zum Abschied

Zum Abschied


Fachärztliches und amtsärztliches Anraten veranlassen mich, mein Amt als 1. Bürgermeister von Stadtbergen aufzugeben. Ich habe dieses Amt fast 19 Jahre mit Freude ausgeübt, sah mich allerdings auch, gerade in der laufenden Wahlperiode, zunehmend Aggressionen und persönlichen Angriffen von Teilen des Stadtrates ausgesetzt. Dennoch, ich freue mich, dass es gelungen ist, Stadtbergen einerseits zu einer prosperierenden Stadt zu entwickeln, andererseits sein Gesicht mit viel Licht und Luft, viel Grün und mit einer adäquaten Bebauung zu wahren. Die Stadterhebung war zweifellos ein Meilenstein in der Geschichte Stadtbergens. Sie war nur möglich durch einen zeitgemäßen Ausbau der Infrastruktur mit Rathaus, Bürgersaal, Jugendbegegnung, wegweisendem öffentlichen Personennahverkehr, eine Zukunft sichernde Bodenvorratspolitik, Hochwasserschutz, Spiel-, Sport- und Bildungseinrichtungen, Städtefreundschaften und -partnerschaften und vieles andere mehr. Vieles ist gelungen im Zusammenwirken der Kräfte, das ich in meiner Arbeit immer voran gestellt habe. Dabei blieben gerade in jüngerer Zeit politische Enttäuschungen auf örtlicher Ebene nicht aus. Wenn ich mich heute bei Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger für Ihr Vertrauen bedanke, dann ist das keine Floskel. Ich habe viele, viele Begegnungen vor Augen und im Gedächtnis, die von Herzlichkeit und Wohlwollen getragen waren. Ihre Hilfsbereitschaft und Ihr Gemeinsinn wurden oft offenbar, zuletzt bei der Unterstützung unserer Freunde in Fukushima. Herzlichkeit und Unterstützung erfuhr ich auch von unseren heimischen Abgeordneten, dem nunmehrigen Bundestagsvizepräsidenten Eduard Oswald, den Abgeordneten des Bayer. Landtages Max Strehle, Dr. Simone Strohmayr und Harald Güller. Mein Dank gilt „meinen“ Vereinen, die stets konstruktiv und mit Augenmaß ihre Belange vertreten haben. Auch das Verhältnis zu den Kirchen war von Vertrauen und Respekt getragen. Besonders danke ich unserer Verwaltung, die nicht nur vollziehend tätig war, sondern im großem Umfang auch kreativ, konzeptionell und planend. Ich wünsche unserer Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern eine gute Zukunft. Dr. Ludwig Fink