Ereignisreiches Jahr bei der Feuerwehr

Beengtes Gerätehaus bereitet Probleme

Jahreshauptversammlung bei der Pferseer Feuerwehr: Das vergangene Jahr war für die Angehörigen der Feuerwehr Pfersee ein besonderes – sie konnten im Mai die 50-jährige Wiedergründung der Wehr feiern. Ein organisatorischer Kraftakt, wie Vereinsvorsitzende Franziska Bolik in ihrem Rückblick bilanzierte.

Das Fest zeigte aber auch, wie groß der Zusammenhalt und die Improvisationsfähigkeit ist. Denn während man bei den monatelangen Planungen auf zumindest trockenes Wetter hoffte, zeigte sich Petrus an dem Festwochenende von seiner Regen-Seite – doch man schaffte es trotzdem, mit Festumzug und Tag der offenen Tür zu feiern. In den spontan gebauten Zelten und dem Gerätehaus war die Stimmung bestens und alle Plätze stets gut belegt.

Franziska Bolik freute sich über eine deutlich gestiegene Mitgliederzahl von 266 auf nun 338 im Verein. 69 Aktive zwischen 14 und 65 Jahren leisten zudem Dienst in der Einsatzmannschaft. Das Durchschnittsalter beträgt hier 29,7 Jahre.

Kommandant Michael Böving berichtete von einem arbeitsreichen Jahr. Neben zahlreichen Übungen wurden 151 Einsätze mit über 1.200 Personenstunden bewältigt. Besondere Einsätze waren unter anderem ein Brand an der Centerville-Schule, der Brand in einem Wohnhaus Hinter den Gärten, Kellerbrände in der Völkstraße oder Am Alten Hessenbach sowie ein Großbrand eines Schrotthandels in Oberhausen. Dazu kamen mehrere Verkehrsunfälle sowie Reanimationen, zu denen die Feuerwehr alarmiert wurde.

Zuwachs bekommen hat die Wehr bei den Einsatzfahrzeugen: Im August konnte vom Katastrophenschutz des Freistaats Bayern ein neuer Versorgungs-LKW (V-LKW) übernommen werden. Für dieses Fahrzeug wurde vor wenigen Wochen die Beladung geliefert, eine Netzersatzanlage. Mit dieser Notstromkomponente ist man künftig in der Lage, im Einsatz- oder Katastrophenfall in geeignete Gebäude Strom einzuspeisen.

Bei allen positiven Entwicklungen wurde in der Versammlung auch deutlich, dass das Gerätehaus den heutigen Anforderungen zunehmend nur noch eingeschränkt gerecht wird. So sorgt die zu geringe Torhöhe schon jetzt dafür, dass die Einsatzfahrzeuge teilweise nur im abgesenkten Zustand in und aus der Halle rollen können, was zu Verzögerungen führt.

Auch insgesamt beengte Platzverhältnisse sowie eine notwendige Schwarz-Weiß-Trennung zeigen deutlich, dass das Gebäude für die heutigen Anforderungen nur mit starken Einschränkungen geeignet ist. Auch das wichtigste Einsatzfahrzeug der Wehr – ein fast 30 Jahre altes Löschfahrzeug – steht aufgrund eines Defekts in diesem Jahr schon seit über zwei Monaten nicht zur Verfügung. Eine Rückkehr war bei der Jahreshauptversammlung noch nicht bekannt.

Für die Stadtspitze dankte Ordnungsreferent Frank Pintsch für die erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit für die Stadt und den Stadtteil. Diesem Dank schloss sich der Leiter der Berufsfeuerwehr, Dr. Andreas Graber, an.

Im Rahmen der turnusgemäßen Wahl wurden die Weichen für die nächsten Jahre gestellt. Franziska Bolik als Vorsitzende sowie Michael Böving als stellvertretender Vorsitzender (er ist zudem Kommandant) wurden in ihren Ämtern bestätigt.

PM FW