Von links nach rechts: Roland Mair (ArGe), Paul Metz, Jan Dengel, Norbert Brunner (Stadtrat), Silke Behrens (sitzend)
Foto: Jürgen Centmeyer
Stadtbergen setzt Zeichen gegen Einsamkeit
Mit Beginn der Frühjahrsaison wurden die Plauderbänkle wieder ihrer Bestimmung übergeben: Orte der Begegnung im Alltag. Die Initiative geht auf das vergangene Jahr zurück, als sechs dieser Bänke auf Anstoß von Silke Behrens im Stadtgebiet eingerichtet wurden.
Was auf den ersten Blick wie eine gewöhnliche Bank erscheint, entfaltet eine besondere Wirkung – sie lädt dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Wer Platz nimmt, signalisiert Offenheit für einen Austausch. So entstehen spontane Gespräche, neue Kontakte oder einfach ein Moment des Miteinanders. Gerade in einer zunehmend digitalen Welt gewinnen solche niederschwelligen Begegnungsangebote an Bedeutung.
„Wo Worte geteilt werden, wächst Nähe – und Einsamkeit weicht, wo Menschen einander begegnen und zuhören“, betont Initiatorin Silke Behrens. Ihr Anliegen sei es, Menschen unkompliziert zusammenzubringen und das Miteinander zu stärken.
„Manchmal braucht es nur einen kleinen Anfang, damit etwas Schönes wachsen kann“, sagte Roland Mair bei der Eröffnung. Passend dazu wurden Blumensamen verteilt – als Symbol für neue Verbindungen.
Auch Stadtrat Norbert Brunner betonte die Bedeutung persönlicher Kontakte: „Dass Kinder Chatbots zunehmend als Vertrauenspersonen nutzen, zeigt, wie groß die Lücke an echter sozialer Nähe ist – digitale Angebote dürfen reale Beziehungen nicht ersetzen.“
Die Plauderbänkle seien ein wichtiges Signal für mehr direkte Begegnung. Unterstützt wird das Projekt von Bürgermeister Paul Metz.
Für Roland Mair, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Vereine, ergänzen die Bänke die Arbeit der Vereine: „Sie bringen Begegnung dorthin, wo sie im Alltag entsteht.“
Die Plauderbänkle setzen damit ein klares Zeichen für mehr Austausch, mehr Nähe – und gegen Einsamkeit.