SPD Augsburg fordert Transparenz von Premium Aerotec und Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium

(Von links) Michael Leppek und Jürgen Kerner (IG-Metall), MdB Ulrike Bahr, parlamentarischer Staatssekretär Thomas Bareiß (BMWi), MdB Bernd Westphal (wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion), Thomas Jarzombek (Luftfahrtkoordinator der Bundesregierung), Sebastian Kunzendorfer (Betriebsratsvorsitzender PAG), Dr. Helmut Greinke (Referatsleiter BMWi).

Auch nach der Betriebsversammlung am 10 Juli bei Premium Aerotec bleibt die Zukunft des Augsburger Unternehmens weiter ungewiss. Hierzu erklärten Dr. Florian Freund, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Augsburger Stadtrat und Dirk Wurm, stellvertretender Vorsitzender der SPD Augsburg, dass man es den Arbeitnehmern in Augsburg schuldig sei, Klarheit über die Zukunft des Werkes herzustellen. „Hinter jedem Arbeitnehmer und jeder Arbeitnehmerin steht in der Regel eine ganze Familie, die hier um ihre finanzielle Zukunft bangen muss“.
Anfang Juni hatte es in Berlin ein Krisengespräch gegeben, bei dem neben der Bundestagsabgeordneten und Augsburger SPD-Vorsitzenden Ulrike Bahr auch der Betriebsratsvorsitzende von Premium AEROTEC in Augsburg, Sebastian Kunzendorf, und seine Kollegen von der IG Metall Michael Leppek und Jürgen Kerner dabei waren. Auf Vermittlung Bahrs konnten sie sich mit dem zuständigen Staatssekretär aus dem Wirtschaftsministerium Thomas Bareiß, dem Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt Thomas Jarzombek und dem Leiter des Fachreferats Dr. Helmut Greinke über die bedrohliche Lage des Augsburger Werks austauschen. Weil der von Präsident Erdogan massiv subventionierte und deshalb sehr günstige türkische Flugzeugbauer TIA immer mehr Arbeitspakete von AIRBUS bekommt, hat die Augsburger PAG, eine 100prozentige Tochter von AIRBUS, inzwischen massive Probleme. Der Betriebsrat hat große Beiträge der Belegschaft zur Kostensenkung angeboten, traf aber auf wenig Entgegenkommen der Betriebsleitung. Die Bundesrepublik Deutschland hält größere Anteile an der Muttergesellschaft AIRBUS. Die sollte sie, so die Gewerkschafter, nutzen, um auf den Erhalt deutscher Arbeitsplätze hinzuwirken und einen unbegrenzten Know-how-Export zu verhindern.
Thomas Jarzombek hat auch zugesagt, diese Anliegen mit in seine Gespräche bei Airbus zu nehmen. Konkrete Verhandlungserfolge hat es aber nach den neuesten Berichten der IG Metall aus dem Unternehmen nicht gegeben. Ulrike Bahr fordert deshalb das Bundeswirtschaftsministerium auf, mit allem Nachdruck bei AIRBUS für den Erhalt der Arbeitsplätze am Augsburger Standort einzutreten.


pm SPD Augsburg