Informationen von Dr. Beate Kaisinger
Kaninchen oder Meerschweinchen, die im Garten ihr Leben genießen, sind eine Bereicherung – aber auch eine große Verantwortung
Beide Arten können ganzjährig draußen gehalten werden, mit Kälte haben sie in der Regel keine Probleme. Eher muss sich der Mensch hierbei fragen, ob eine Außenhaltung im Winter klappt, denn natürlich müssen die Vierbeiner täglich gut versorgt und das tierische Zuhause regelmäßig gereinigt werden.
Winterstall muss schützen
Auch in der kalten Jahreszeit brauchen sie jede Menge Platz zum Rennen, einen festen und großen Stall, ein geschütztes Gehege, Häuschen oder Tunnel, Futter, Wasser usw. – und natürlich einen Partner. Ein Winterstall muss sehr gut gedämmt sein und vor Frost, Wind und Nässe schützen; dicke, saubere Einstreu, Hanfmatten als zusätzliche isolierende Unterlage, Plexiglas im unteren Bereich vergitterter Türen usw. bieten zusätzlichen Schutz.
Wenn es richtig frostig ist, kann man mit Snuggle Safe, Wärmeplatten (Kükenaufzucht) o.Ä. arbeiten – allerdings unbedingt darauf achten, dass es nicht zu heiß wird (Verbrennungs- und Brandgefahr!) und insbesondere Kaninchen nichts anfressen können, was gefährlich werden könnte (Kabel z.B. unter Steinplatten legen, außer Reichweite platzieren etc.).
Während Kaninchen sogar im Schnee glücklich herumspringen und die Zeit draußen genießen, bevorzugen Meerschweinchen ihren Stall und ein trockenes Gehege, da sie verständlicherweise nicht so gerne mit ihren nackten Fußsohlen im kalten Nass herumlaufen.
Wenn die Tage wieder länger werden, genießen unsere Hausbewohner die Frühlingssonne genau wie wir. Auch wenn ganzjährig draußen gehaltene Tiere jetzt schon immer mal ein bisschen frisches Grün knabbern, sollten sie erst allmählich auf größere Mengen von Löwenzahn und Co. umgestellt werden.
Bitte nicht vergessen: Kaninchen im Frühjahr gegen Myxomatose und RHD impfen lassen!