Aus Pfersee … für Pfersee …

„Augsburg im Blick.
Pfersee im Herzen“

Unser lokalredaktionelles Interview
mit Stadtrat Bernd Zitzelsberger

Seit 2020 ist Bernd Zitzelsberger ehrenamtliches Mitglied des Augsburger Stadtrats. Der Pferseer CSU-Stadtrat engagiert sich insbesondere für seinen Stadtteil Pfersee, darüber hinaus aber auch in zentralen kommunalen Themenfeldern wie Sicherheit, Sport und Schwimmen, Schule und Bildung sowie Verkehr. Im Interview spricht er über sichtbare Veränderungen vor Ort, über das Dranbleiben an großen Projekten wie dem 50-Meter-Hallenbad und darüber, warum für ihn Bürgernähe die Grundlage guter Kommunalpolitik ist.

Herr Zitzelsberger, Sie gehören dem Stadtrat seit 2020 an und kandidieren 2026 erneut. Warum stellen Sie sich noch einmal zur Wahl?

Weil man in der Kommunalpolitik nur dann wirklich etwas erreicht, wenn man an Themen dranbleibt, auch wenn man in der Stadtverwaltung gelegentlich zusätzliche Arbeit verursacht. Entscheidend ist für mich, den Bürgerinnen und Bürgern zuzuhören und sich immer an einer einfachen Leitfrage zu orientieren: Was ist das Beste für meine Stadt und für meinen Stadtteil? Viele Projekte, die wir in den vergangenen Jahren angestoßen haben, tragen inzwischen sichtbare Früchte. Genau diesen Weg möchte ich konsequent weitergehen.

Sie sind seit vielen Jahren eng mit Pfersee verbunden. Was macht den Stadtteil für Sie besonders?

Pfersee ist ein Stadtteil mit einer sehr guten Mischung aus Wohnen, Arbeitsmöglichkeiten und attraktiven Angeboten für Freizeit und Erholung. Es gibt ein starkes ehrenamtliches Engagement, viele Vereine und eine lebendige Nachbarschaft. Mir ist wichtig, dass diese Qualitäten erhalten bleiben und gleichzeitig weiterentwickelt werden.

Ein zentrales Projekt ist aktuell die Umgestaltung der Brunnenbachstraße. Was war Ihnen dabei wichtig?

Die Brunnenbachstraße ist eine wichtige Verkehrsachse im Stadtteil. Ziel der Umgestaltung ist es, den Straßenraum übersichtlicher zu machen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Dabei geht es nicht nur um einzelne Querungen, sondern um den gesamten Bereich. Ergänzt wird das durch einen kleinen begrünten Aufenthaltsbereich an der Einmündung Hans-Adlhoch-Straße und Alfonsstraße. Solche Maßnahmen sorgen für mehr Ordnung im Straßenraum und verbessern den Alltag für alle, die hier unterwegs sind.

Auch rund um St. Michael verändert sich derzeit viel. Welche Bedeutung hat dieser Ort für Pfersee?

Der Platz bei St. Michael ist ein zentraler Treffpunkt im Stadtteil. Mit der Neugestaltung entstehen neue Sitzgelegenheiten, eine moderne Beleuchtung, ein Trinkbrunnen sowie eine Brunnenplatte mit einer Erzählkugel. Das schafft einen Ort der Begegnung und stärkt das Miteinander. Öffentlicher Raum wird so wieder stärker als gemeinsamer Lebensraum wahrgenommen.

Aus Pfersee … für Pfersee …
Der Sheridan-Park hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Wie sehen die nächsten Schritte aus?

Der Sheridan-Park ist heute ein attraktiver Park für alle Generationen. Diese Entwicklung wollen wir weiterführen. Geplant sind unter anderem eine Calisthenics-Anlage, wie sie sich bereits im Reesepark bewährt hat, sowie eine Kneippanlage. Kneipp-Angebote sind nicht nur erfrischend, sondern auch gesund und für viele Altersgruppen geeignet. Durch gezielte Nachpflanzungen verbessern wir zudem das Stadtklima. Mehr Grün bedeutet mehr Aufenthaltsqualität und wirkt gerade an heißen Tagen positiv.

Sicherheit ist ein wiederkehrendes Thema Ihrer Arbeit. Wie erleben Sie die Situation in Augsburg und in Pfersee?

Ich lebe sehr gerne in Augsburg und auch sehr gerne in Pfersee. Augsburg ist eine vergleichsweise sichere Stadt. Das ist auch ein Verdienst der Bayerischen Polizei und der Augsburger Polizei vor Ort. Ebenso trägt der städtische Ordnungsdienst dazu bei, dass Ordnung gewahrt bleibt und bei Bedarf mit Augenmaß eingeschritten wird.

Besonders stolz bin ich auch auf die Freiwillige Feuerwehr in Pfersee. Seit 1975 wurde hier mit großem ehrenamtlichem Engagement eine leistungsfähige Organisation aufgebaut. Dafür kann man nur sagen: Danke für euren Einsatz.

Wer unser Magazin „Der Pferseer“ liest, weiß: Ein Schwerpunkt Ihrer Arbeit ist der Sport, insbesondere der Schwimmsport. Warum ist Ihnen dieses Thema so wichtig?

Schwimmen ist eine ganz besondere Sportart. Es ist gesund, gelenkschonend und kann bis ins hohe Alter betrieben werden. Gleichzeitig vermittelt Schwimmen Sicherheit, Selbstvertrauen und Selbstständigkeit. Als Abteilungsleiter der Schwimmabteilung des Post SV Augsburg erlebe ich täglich, wie groß der Bedarf an Schwimmkursen ist. Deshalb haben wir unser Kursangebot deutlich ausgeweitet. Aus ursprünglich zwei Kurseinheiten pro Woche wurden fünf im Sommer und sechs während der Hallenbadsaison, darunter auch ein Erwachsenenschwimmkurs. Insgesamt können wir heute rund 150 Kursplätze pro Jahr anbieten.

Dass Ihnen ein 50-Meter-Hallenbad im Bereich der Stadt Augsburg sozusagen eine Herzensangelegenheit ist, dürfte unseren Leserinnen und Lesern nicht entgangen sein. Wir haben diesbezüglich schon davon berichtet; es ist allerdings kein speziell Pferseer Thema.

Abschließend gefragt: Bei all Ihrem Engagement – wer ist Bernd Zitzelsberger privat?

Ich bin gerne draußen unterwegs. Die Wertachauen sind für mich ein idealer Ort zum Abschalten, egal ob mit dem Rad, beim Spaziergang oder beim Nordic Walking. Außerdem liebe ich die Berge. Wandern, Mountainbiken und Skifahren geben mir Ausgleich. Beruflich bilde ich als Offizier und Ingenieur junge Menschen aus. Verantwortung, Technik und Sicherheit prägen daher auch meinen politischen Blick.

Wir danken Ihnen für Ihre ausführlichen Antworten. Für weitere Fragen werden Sie sicher den Besucherinnen und Besuchern des traditionellen Neujahrsempfangs zur Verfügung stehen.

Der Neujahrsempfang findet statt am
Samstag, 31. Januar 2026,
im Pfarrsaal Herz Jesu, Franz-Kobinger-Straße 10,
Beginn 14.30 Uhr, Einlass ab 14 Uhr.
Festrednerin ist Carolina Trautner, Mitglied des Landtags.

Für den Neujahrsempfang wird um Anmeldung gebeten unter:
Neujahrsempfang2026@t-online.de