AWO Kinderhaus Mühlbachviertel feiert Jubiläum
Das AWO Kinderhaus Augsburg-Mühlbachviertel feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Ein bedürfnisorientiertes Konzept sowie gelebte Inklusion schaffen einen Ort für Vielfalt, Bildung und individuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
Seit 25 Jahren ist das AWO Kinderhaus Augsburg-Mühlbachviertel ein verlässlicher Ort für Bildung, Betreuung und Gemeinschaft. Dieses besondere Jubiläum wurde kürzlich mit einem großen Familienfest gefeiert. „Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, dass unsere Einrichtung nun schon 25 Jahre ein fester Bestandteil im Augsburger Stadtteil Pfersee ist. Wir arbeiten sehr vertrauensvoll mit der Stadt zusammen und haben ein wirklich engagiertes Team vor Ort, das unser Kinderhaus stetig weiterentwickelt und offen für Veränderungen ist“, erklärt Silke Scherer, Vorständin Kinder, Jugend und Familie bei der AWO Schwaben.
Modernes Kinderhaus mit starkem Gemeinschaftsgefühl
Eine solche Veränderung spiegelt sich auch darin wider, dass der Name der Einrichtung kürzlich geändert wurde. Was im Jahr 2000 mit einer klaren integrativen Ausrichtung begann, ist heute ein modernes Kinderhaus mit zwei Kindergartengruppen und einem Hort, das Kinder im Alter von drei Jahren bis zur vierten Klasse begleitet und stärkt. So wurde aus der ehemaligen „Integrativen Kita Mühlbachviertel“ das AWO Kinderhaus Augsburg-Mühlbachviertel.
„Mit der Bezeichnung Kinderhaus wird noch stärker betont, dass verschiedene Altersstufen unter einem Dach zusammenkommen. Kinderhaus klingt familiärer und wirkt emotionaler als der eher sachliche und institutionelle Begriff Kindertagesstätte. Dadurch wird indirekt auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt“, macht Silke Scherer deutlich.
Inklusion als gelebter Alltag
Das AWO Kinderhaus arbeitet nach einem bedürfnisorientierten Konzept. Grundlage der pädagogischen Arbeit sind die drei Säulen Inklusion, Partizipation und an Reggio orientierte Pädagogik. In letzterer werden Kinder als kompetente, kreative und aktiv handelnde Personen betrachtet, die ihre Entwicklung selbst mitgestalten.
„Wir nehmen die Kinder – unabhängig von ihrem Alter – als eigenständige Persönlichkeiten wahr. Ihre Interessen und Bedürfnisse sowie die Förderung ihrer Stärken stehen im Mittelpunkt“, erklärt Birgit Achter, Einrichtungsleiterin des AWO Kinderhauses Augsburg-Mühlbachviertel. Bildung wird dabei ganzheitlich verstanden – als Lernprozess im Alltag, im Spiel und im sozialen Miteinander.
Ein besonderer Fokus der Einrichtung liegt auf Inklusion. Kinder mit erhöhtem Förderbedarf erhalten Unterstützung in Form von Ergotherapie, Logopädie und heilpädagogischer Frühförderung. Dieses inklusive Selbstverständnis zeichnet das Kinderhaus aus: „Kinder mit und ohne Förderbedarf lernen und wachsen bei uns gemeinsam. Inklusion ist für uns kein bloßes Konzept, sondern gelebte Praxis im Alltag. Jedes Kind gehört dazu und ist wertvoll“, betont Achter.
Neben der pädagogischen Qualität hebt die Einrichtungsleitung vor allem die starke Gemeinschaft hervor: „Das vertrauensvolle Miteinander von Kindern, Eltern und Mitarbeitenden trägt uns seit 25 Jahren. Viele Familien begleiten uns über lange Zeit – vom Kindergarten bis in den Hort. Diese enge Zusammenarbeit ist ein großer Schatz.“
Dominik Schubert