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Künstlerkollektiv gewinnt Wettbewerb um Verschönerung des Gögginger Hallenbades

Fast 1.000 Augsburgerinnen und Augsburger beteiligten sich an der Online-Abstimmung.
Das Künstlerkollektiv Mooz Walls setzte sich gegen mehr als 30 Künstlerinnen und Künstler bei der Online-Beteiligung durch und gestaltet die Außenfläche des Gögginger Hallenbades neu.

Gestaltung startet im Frühling 2025
Ab Mai, nach der Kälteperiode, kann Mooz Walls mit den Arbeiten beginnen.

Der Entwurf des Künstlerkollektivs unter dem Titel „Gögginger Geschichte – Stadtteil an Wertach und Singold – Wasser verbindet“ stellt Sport als verbindendes Element für Zusammenhalt in Gesellschaften und soziale Interaktion im öffentlichen Raum dar. Auch die Gögginger Architekturgeschichte, dargestellt durch die Hessing St. Johannes Kirche und die Hessingburg, ist wiederzuerkennen. Farblich stellt der Entwurf von Mooz Walls eine künstlerische Weiterführung der Gestaltung der Hallenbad-Fenster von Lisa Frühbeis aus dem Jahr 2022 dar.

„Mooz Walls künstlerische Arbeit verbindet sehr eindrucksvoll Kunst, Sport und Welterbe. Seine Arbeit passt damit besonders zum Hallenbad Göggingen. Mit der künstlerischen Gestaltung der Außenflächen des Hallenbads bieten wir als Stadt künstlerischen Freiraum und werten gleichzeitig das Umfeld des Hallenbads auf“, so Kultur-, Welterbe- und Sportreferent Jürgen K. Enninger.


Augsburg setzt auf Prävention und Förderung urbaner Kunst
Statt lediglich auf illegale Graffiti zu reagieren, setzt die Stadt auf legale Gestaltungsräume und finanzielle Unterstützung für Betroffene: Ein Beispiel dafür ist die künstlerische Aufwertung des Hallenbads, die sich in den „Augsburger Weg“ einfügt.

Die Stadt Augsburg verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz im Umgang mit Graffiti – eine Balance zwischen Prävention, Repression, Entschädigung und der gezielten Förderung urbaner Kunst.

„Unser Ziel ist es, illegale Graffiti einzudämmen, ohne dabei die kreative Ausdrucksform der urbanen Kunst zu unterdrücken. Mit unserem Ansatz verbinden wir in Augsburg daher Prävention und Unterstützung: Durch legale Gestaltungsflächen geben wir der Kreativität Raum, während das Schmierfink-Programm Betroffenen hilft, rasch und unkompliziert gegen illegale Graffiti vorzugehen. So schaffen wir eine ausgewogene Strategie, die sowohl das Stadtbild schützt als auch künstlerische Freiräume ermöglicht“, erklärt Ordnungsreferent Frank Pintsch.


Finanzielle Hilfe bei illegalem Graffiti und legale Flächen für Graffitikunst
Mit dem Förderprogramm „Schmierfink“ können Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Religionsgemeinschaften Zuschüsse für die Entfernung unerwünschter Graffiti und präventive Maßnahmen beantragen.

Gleichzeitig schafft die Stadt mit den „Schwabenwänden“ legale Flächen für Graffitikunst. In Zusammenarbeit mit dem Ordnungsreferat, dem Referat für Welterbe, Kultur und Sport sowie dem Graffiti-Verein Die Bunten gibt es inzwischen sieben solcher Freiluft-Galerien in fast allen größeren Stadtteilen.

Neben diesen konkreten Maßnahmen behält das „Netzwerk Graffiti & Urban Art“ die Situation im öffentlichen Raum genau im Blick. Expertinnen und Experten, Kunstschaffende und Betroffene arbeiten hier gemeinsam an Konzepten, um das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und die Entwicklung der Urban Art in Augsburg weiter voranzutreiben.

Pressemitteilung der Stadt Augsburg