„Ich bin Ihre erwachsene Tochter auf Bestellung“

Bringt Hilfen in privatem Umfeld: Sabine Knoll Foto: G.Olms

Digitalisierung allenthalben – alles Wichtige nicht mehr auf Papier, sondern auf Bildschirm oder Smartphone – die schöne neue Welt macht vieles einfacher. Für manche Menschen aber unüberwindlich kompliziert, ohne Kinder oder Enkelkinder nicht zu bewältigen, und ohne solche bleibt ihnen nur der Griff nach einem sprichwörtlich rettenden Strohhalm. Den gibt es tatsächlich, und wir haben ihn – in diesem Fall eine Sie, nämlich Sabine Knoll – besucht und gefragt, was ihre Tätigkeit umfasst und wie sie diese beschreiben würde.

„Das ist sehr umfangreich und vielseitig, und ich erkläre es zusammenfassend gern mit: ‚Ich helfe bei allerlei Problemen, quasi wie eine erwachsene Tochter‘ – zum Beispiel bei der Nutzung des Computers für Urlaubsbuchungen, den Kauf von Konzertkarten, von Tickets für Bahn oder Bus …“

Vielfach müssen ja Leute auch ihre Arztrechnungen online bei der Krankenversicherung einreichen, Abrechnungen für Mieter erstellen, Kommunikation mit Versorgern abwickeln und haben vielleicht nicht mal Internet oder entsprechende Apps. Was dann?

Auch beim Einrichten von Internet und Anwendungssoftware können meine Kunden auf mich zählen; auch beim Kaufen und Verkaufen über eBay und Kleinanzeigen, einschließlich benötigter Fotos.

Wenn wir Ihr Leistungsangebot ansehen, das beschränkt sich ja nicht auf Digitales, sondern auch aufs „echte Leben“ – richtig?
„Durchaus! Zum Beispiel auf Begleitservice, zum Arzt, ins Konzert oder zu ähnlichen Veranstaltungen, bis hin zur Urlaubsbegleitung einschließlich der Organisation – und das auch mal für Gruppen von sechs bis acht Personen.“

Damit sind wir bei Ihrer Funktion als Gesellschafterin und den vielen Facetten einer solchen Betreuung auf Zeit. Nennen Sie doch mal ein paar Beispiele, wofür man Sie engagieren kann.
„Das beginnt zum Beispiel mit persönlichen Gesprächen und Spaziergängen, auch mal einer Partie Schach, geht über das Ausrichten von Festen und die Organisation von Ausstellungen bis zu meiner Funktion als Gesellschaftsdame für diverse Anlässe.“

Ihre Vielseitigkeit in allen genannten Bereichen lässt offenbar nichts vermissen – was waren denn so Ihre jüngsten Aktivitäten?
„Das waren unter anderem das Anlegen eines Ordnersystems, eine Internet-Recherche bei der Suche nach Angehörigen und die Auswahl von Wohnungsnachmietern.“

Vielen Dank für den Einblick in die Tätigkeitsfelder Ihres Unternehmens, das Sie ja „Strohhalm“ nennen und das eigentlich ein ganzes Bündel davon darstellt.