Gemeinsam Lebensmittel retten – Fairteiler eröffnet

Stadtbergens Erster Bürgermeister Paulus Metz freut sich zusammen mit der städtischen Klimaschutzmanagerin Claudia Günther, Vera Stöppelkamp (foodsharing e.V.), Dritter Bürgermeisterin Martina Bauer und Zweitem Bürgermeister Michael Smischek (von links nach rechts) über den neu eröffneten Fairteiler in Stadtbergen.

Lebensmittel retten statt entsorgen – das ist ab sofort noch einfacher: In Stadtbergen gibt es seit Kurzem offiziell einen Fairteiler, direkt neben dem Rathaus in einer ehemaligen Garage am Oberen Stadtweg 10a.

Ein Fairteiler ist ein öffentlich zugänglicher Ort, an dem noch genießbare Lebensmittel – unter Berücksichtigung strenger Hygieneregeln – kostenlos abgegeben und mitgenommen werden können. Ziel ist es, überschüssige Lebensmittel vor der Entsorgung zu bewahren und sie stattdessen weiterzugeben. Mitmachen kann jede und jeder: Wer einwandfreie Lebensmittel übrig hat, kann diese dort hineinstellen. Gleichzeitig dürfen sich andere Menschen kostenlos bedienen.

Voraussetzung ist, dass die Lebensmittel noch genießbar sind (das Verbrauchsdatum darf nicht überschritten sein) und den geltenden Hygieneregeln entsprechen. Nicht erlaubt sind unter anderem offene Verpackungen, Alkohol, Medikamente oder bereits zubereitete Speisen.

Betrieben wird der Fairteiler von der gemeinnützigen Organisation foodsharing e.V. Deren Ehrenamtliche, sogenannte Foodsaver, übernehmen sowohl die tägliche Kontrolle als auch die regelmäßige Reinigung des Fairteilers. Dabei gelten strenge Regeln, die die Einhaltung der gesetzlichen Hygienevorschriften garantieren. Die Regeln selbst hängen für alle sichtbar im Fairteiler aus.

Initiiert wurde das Projekt von der städtischen Klimaschutzmanagerin Claudia Günther in Zusammenarbeit mit der städtischen Fairtrade-Steuerungsgruppe: „Mit unserem neuen Fairteiler verknüpfen wir Klimaschutz mit sozialem Engagement und setzen uns gegen die Wegwerfgesellschaft ein“, so Stadtbergens Klimaschutzmanagerin.

Auch Stadtbergens Erster Bürgermeister Paulus Metz freut sich, dass der Fairteiler nun offiziell in den Betrieb gehen konnte: „Mit dem Fairteiler zeigen wir, dass Nachhaltigkeit in Stadtbergen ganz konkret gelebt wird. Ich danke allen, die die Errichtung eines Fairteilers in Stadtbergen ermöglicht haben.“

Unter anderem spendete Haustechnik Kreuzer einen Frostschutzwächter, die Brauerei Schwarzbräu einen Kühlschrank und die Schreinerei Langenmair eine große Glastür. Die Firma Wörle Bau übernahm die Innenputzarbeiten, und Elektrotechnik Ernst führte die Elektroarbeiten aus. Der Verein „Die Bunten“ gestaltete den Fairteiler-Standort mit Graffiti, während sich das Architekturbüro Kolb um die Koordinierung der Handwerker kümmerte.

Geöffnet hat der Fairteiler in Stadtbergen täglich von 7.30 bis 20.30 Uhr. Wer sich ebenfalls als Foodsaver engagieren und aktiv Lebensmittel retten möchte, kann sich gerne bei der Stadt Stadtbergen melden. Jede helfende Hand ist herzlich willkommen.