Inningen: Ein „Kindercontainer“ für die vierte Hortgruppe – Fertigbau in Rekordzeit hilft gegen akute Raumnot

„Im Februar konnte unsere Hortleiterin Frau Fischer über 22 Kinder nicht aufnehmen, weil kein Platz mehr zur Verfügung stand“, schilderte Helmut Ewald, Vorsitzender des Kindergartenbauvereins, die Situation, die zur Aufstellung des Containers führte, der mit einer kleinen Feier eingeweiht wurde. „Das Problem war nicht, eine neue, vierte Gruppe zu gründen, sondern der fehlende Platz dafür. Und schnell musste es auch gehen.“ Dass es dann tatsächlich soo schnell ging, war einem zeitlich günstigen Umstand zu verdanken – am 22.2. beschloss der Stadtrat ein kommunales Förderprogramm – und der guten Zusammenarbeit mit den städtischen Ämtern, der Schulleitung Frau Crestani und den örtlichen Firmen Klaus Oßwald, Schapfl und Metzger. Besonders erwähnte Ewald die rasante Bearbeitung der Baugenehmigung: „6 Wochen vom Antrag bis zur Genehmigung – Respekt! So konnten wir den Eltern für September einen Hortplatz zusichern. Einziger Wermutstropfen: Die Firma, die die Einrichtung liefern sollte, hat bis 18 Wochen Lieferzeit. Anfang Dezember solle so weit sein; wir konnten die Kinder aber übergangsweise in anderen Räumlichkeiten unterbringen.“ Das Bauwerk, das Ewald scherzhaft „Kindercontainer“ nannte, sei nicht zu vergleichen mit den üblich Baustellencontainern, sondern es handle sich um einen für diesen speziellen Einsatz konzipierten, wovon sich die Gäste der Einweihungsfeier anschließend selbst überzeugen konnten. Von den Gesamtkosten von über 100.000 Euro werden 77.000 Euro durch den städtischen Zuschuss gedeckt, den Rest bezahlen der Bauverein und Sponsoren.
Schulreferent Hermann Köhler gratulierte dem Bauverein und dankte den engagierten Baufirmen vor Ort und deren pragmatische Lösungen: „So etwas geht nicht überall, aber wenn die Firma Oßwald einen Bagger im Hof stehen hat, schnell herkommt und den Aushub macht – sogar am Samstag – und die Installations- und Heizungsfirma gleich gegenüber liegt …“
Sozialreferent Stefan Kiefer erläuterte das neue „niedrigschwellige kommunale Förderprogramm“ der Stadt Augsburg, das in Fällen greift, wo die Gesamtsumme zu niedrig ist für eine staatliche Förderung: „Wir haben größten Erfolg mit kleinen Maßnahmen!“ Als Geschenk zur Eröffnung überreichte er an Sarah Fischer ein Bienenhotel in Form des Augsburger Rathauses (Ob dies als Symbol für dessen Bienenfleiß gedacht war, entzieht sich unserer Kenntnis, wäre aber in diesem Fall berechtigt!) 

Gunnar Olms