Danke Mohammad Sulaiman, ein „Kümmerer“ mit Sozialkompetenz – Seit Mai 2016 war Mohammad Sulaiman „Kümmerer“ für Flüchtlinge, die in der dezentralen Unterkunft für Asylbewerber in der Bismarckstraße ihr neues, vorübergehendes Zuhause fanden

Die Flüchtlingshilfe Stadtbergen verabschiedete den Kümmerer Mohammad Sulaiman: Von links im Bild: Erster Bürgermeister Paulus Metz, Integrationsbeauftragte Ingrid Strohmayr, 2. Bürgermeister Michael Smischek, Mohammad Sulaiman, Koordinator Norbert Greim (Pfarrer i.R.), Astrid Zimmermann (Diakonie), Koordinatorin Professorin Dr. Anita Pfaff und Asylsozialarbeiterin Susanne Donn.­Foto: Simo Sarhani

Für die Flüchtlinge in Stadtbergen, die 70 ehrenamtlichen Helfer und letztendlich für die Stadt Stadtbergen war „Kümmerer“ Mohammad Sulaiman zweieinhalb Jahren nicht nur ein verlässlicher und kompetenter Administrator, sondern auch die „Gute Seele“. Ihm ist es zu verdanken, dass in Stadtbergen eine gute Atmosphäre unter den Flüchtlingen und unter den ehrenamtlichen Helfer herrscht und die Versorgung der Flüchtlinge einen sehr guten Ruf über die Stadtgrenzen hinaus genießt. Jetzt hieß es in Stadtbergen im Rahmen einer kleinen Feier mit den Flüchtlingshelfern im Pfarrheim von St. Nikolaus mit einem lachenden und weinenden Auge Abschied nehmen von Mohammad Suleiman. Für den mittlerweile auch jungen Ehemann eröffnen sich neue berufliche Perspektiven mit einem dualen Studium im Bereich Soziale Arbeit.
„Sein Engagement ging weit darüber hinaus, was von einem „Kümmerer“ erwartet wurde, er hat sich im wahrsten Sinne des Wortes um alle Belange der Flüchtlinge gekümmert. Für die Erwachsenen war er wie ein liebevoller Bruder, für die vielen Kinder der gute Onkel, der sie in Aktivitäten mit einband und sie auch beschäftigte. Neben seinem guten Deutsch befähigten ihn seine Sprachkenntnisse, nicht nur in Arabisch, sondern auch in Kurdisch und Englisch, was die Arbeit effektiver gestaltete. Auch seine Erfahrungen als syrischer Flüchtling und seine Begierde sich Informationen und Fähigkeiten anzueignen nutze er, um Flüchtlingen und Helfern mit seinem Rat in Asylangelegenheiten beizustehen“, betonte Professorin Dr. Anita Pfaff, Koordinatorin der Flüchtlingshilfe Stadtbergen. „Er wird uns fehlen, das Spektrum seiner Leistungen, wird wohl schwer zu ersetzen sein, freuen wir uns, dass sich für ihn neue berufliche Herausforderungen anstehen für die wir ihm viel Erfolg wünschen“, so Pfaff. Auch Stadtbergens Erster Bürgermeister Paulus Metz bedauert den Weggang des geschätzten Mitarbeiters der Diakonie. „Gerade das Zusammenleben in der dezentralen Unterkunft in der Bismarckstraße mit Nationen aus aller Welt war eine große Aufgabe, die er brillant gemeistert hat. Ein Kümmerer im wahrsten Sinne des Wortes, die Seele in der Unterkunft, in der ein guter Geist weht“, fügte Metz hinzu. „Gute Sozialarbeiter braucht das Land heute mehr denn je. Sein segensreiches Wirken ist ein wunderbares Vorbild für alle Flüchtlinge,“ hob Astrid Zimmermann von der Diakonie heraus. Sie dankte mit Asylsozialarbeiterin Susanne Donn Sulaiman für die großartige, kompetente Zusammenarbeit in den vergangenen zweieinhalb Jahren.
Gerührt zeigte sich Mohammad Sulaiman von der Wertschätzung seiner Arbeit: „Ihre unermüdliche Hilfe, ihr großes Engagement und Ihre Nächstenliebe zu den Stadtberger Asylsuchenden, damit haben Sie mich in meiner Aufgabe großartig unterstützt. Es war eine sehr gute Zeit voller Lachen und guten Begegnungen mit vielen lieben Menschen. Danke dafür“.
Das Landratsamt Augsburg wird ab Oktober die Betreuung der Bismarckstr. 64 wieder übernehmen. Mit Robert Vellinger steht ein neuer Ansprechpartner zur Verfügung. 


Ingrid Strohmayr