Unser Titelbild: Der Schlösslepark bleibt Pfersee erhalten

Jahresbericht 2017 der BÜRGERAKTION PFERSEE erschienen

Seit mittlerweile 35 Jahren ist die BÜRGERAKTION PFERSEE „SCHLÖSSLE“ e.V. im Stadtteil aktiv und müsste zwischenzeitlich jede denkbare Verwaltungsklippe mindestens einmal gestreift haben – könnte man meinen. Doch auch im Jubiläumsjahr bleibt kaum Raum für Vereinsinterna. Im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen, wie gewohnt, die wirkmächtigen kom munalpolitischen Entscheidungen, deren sich Pfersee, wie jenes kleine, von allen Seiten umzingelte gallische Dorf, meist mit Händen und Füßen erwehren muss.
Erfolgreich gewehrt hat sich die BÜRGERAKTION gegen eine vom Sozialreferat präferierte Teilüberbauung mit einer Kindertagesstätte des ohnehin nicht üppig bemessenen Parks am Pferseer Schlössle.
Dabei wird der dringende Bedarf einer zusätzlichen KiTa auch von der BÜRGERAKTION bestätigt, aber doch bitte wohnungsnah im mittlerweile deutlich unterversorgten Bezirk Pfersee-Nord. So sehr es die BÜRGERAKTION freut, dass sich der Stadtrat vom Erhalt der zentralen Grünfläche überzeugen ließ, so wenig kann sie dem Alternativstandort auf einer Friedhofserweiterungsfläche abgewinnen, während das zentralst gelegene Dierig- Gelände als KiTa-Standort völlig außer Acht gelassen wird.
Ohnehin schwillt den Pferseern die Zornesader angesichts der großflächig genehmigten Umnutzung von Gewerbeflächen auf dem Dierig-Areal, da selbst auf dieser Industriebrache Sozialwohnungen nur marginal berücksichtigt werden.
Hoffnungen setzt die BÜRGERAKTION dagegen auf das Projekt Fahrradstadt und begru?ßt die Ausweisung einer ersten Fahrradstraße vom Sheridan-Areal bis zur Wertach als Teilstück der von uns bereits zum Innenstadtumbau entworfenen Radachse von Stadt- bergen bis Hochzoll.
Auf der Habenseite verbucht die BÜRGERAKTION auch, dass es mit der Initiative Denkort Halle 116 gelang, das verschleppte Nutzungskonzept wieder in öffentliches Interesse zu zerren und Ansinnen abzuwehren, das zeitweilige KZ-Außenlager aus der Ge- meinbedarfswidmung zu nehmen.
Als Anfangserfolg wird auch die temporäre Umnutzung der trostlosen Parkplätze nebst Containeransammlung vor St Michael aufgelistet. Zum weltweiten „ParkingDay“ wurde an die überfällige Gestaltung des historischen Zentrums von Pfersee erinnert – getreu den Zielen des bereits 2013 beschlossenen Stadtentwicklungskonzeptes für Pfersee.
Interessierten Bürgern kann der Jahresbericht, der in einer Auflage von 500 Exemplaren erschienen ist, gerne zugestellt werden. Anforderung bitte über die Emailadresse BA@pfersee.de bzw. in Kürze online abrufbar unter www.pfersee.de.

Text: pm Bürgeraktion Pfersee